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Marcard Marktfokus

Das Corona-Virus infiziert die Aktienmärkte

Das Corona-Virus hat die globalen Aktienmärkte erreicht und in dieser Woche zu starken Kursverlusten geführt. Auch wenn die Gesamtzahl der Infizierten weiterhin überschaubar bleibt, sorgen die Maßnahmen, die eine Ausweitung der Krankheit verhindern sollen, für erhebliche wirtschaftliche Schäden. Während das Virus in China langsam unter Kontrolle zu sein scheint und sich der lokale Aktienmarkt schon wieder erholt, hat die Korrektur der Aktienmärkte außerhalb Chinas gerade erst begonnen. Anleger sollten in der jetzigen Situation allerdings nicht nur die überfüllten sicheren Häfen wie Staatsanleihen und Gold aufsuchen, sondern selektiv weiter in Aktien investiert bleiben und die angestiegenen Volatilitäten ausnutzen.

Marcard Marktfokus vom 28. Februar 2020

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Auf dem Weg zum digitalen Euro

    Viele Zentralbanken beschäftigen sich aktuell mit der Einführung einer digitalen Währung. Genau wie Bargeld stellt eine digitale Währung eine direkte Forderung gegen die Zentralbank dar. Sie kann auf Konten verbucht oder über einen digitalen Token verbrieft werden. Um die Sicherheit der Token-Lösung zu garantieren, lässt sich die Blockchain-Technologie einsetzen. Auch die Europäische Zentralbank hat bereits konkrete Vorschläge gemacht, wie bei einer digitalen Währung die Balance zwischen Sicherheit und Missbrauch gewahrt werden kann. Zudem muss sichergestellt werden, dass digitales Zentralbankgeld nicht zu einer Destabilisierung oder einer heimlichen Transformation des Finanzsystems führt.

    (21. Februar 2020)

  • Berichtssaison: Überwiegend positiv?

    Fast die Hälfte der Unternehmen hat in Europa und den USA bereits die Zahlen für das Gesamtjahr 2019 präsentiert. Die Mehrzahl der Veröffentlichungen überraschte positiv. Im Vergleich zu den Erwartungen am Jahresanfang 2019 waren die Ergebnisse aber insbesondere in Europa alles andere als befriedigend. Die Diskrepanz der Daten ergibt sich aus der Eigendynamik der Analystenschätzungen. Typischerweise werden die Gewinnprognosen zu Jahresbeginn zu hoch angesetzt und dann im Jahresverlauf nach unten korrigiert. Hierdurch kann ein zu positives Gesamtbild der Unternehmenslage vermittelt werden.

    (14. Februar 2020)

  • Das Coronavirus und die Folgen

    Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. In China führen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu teils massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Auch im Ausland mehren sich die Infektionen. Die Kapitalmärkte haben besonnen reagiert, denn es wird damit gerechnet, dass das bisher wenig letale Virus unter Kontrolle gehalten werden kann. Negative Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur sind dagegen vor allem im ersten Quartal zu erwarten. Durch Nachholeffekte im weiteren Jahresverlauf sowie geld- und fiskalpolitische Maßnahmen dürfte der dämpfende Effekt auf Jahressicht aber moderat bleiben. Bei einem beherrschbaren Verlauf der Krankheit droht somit auch global kein Konjunktureinbruch und damit keine größere Korrektur an den Aktienmärkten, wenngleich die Abwärtsrisiken zugenommen haben.

    (7. Februar 2020)

  • Geldpolitischer Surrealismus

    Tut sie’s oder tut sie’s nicht? Obwohl der US-amerikanische Zentralbankpräsident es bestreitet, verstehen einige Beobachter die massive Zunahme der Wertpapierkäufe der Notenbank als eine Wiederauflage der Politik der „quantitativen Lockerung“. Die Fed betont dagegen, dass die Maßnahmen ausschließlich eine Reaktion auf die Verwerfungen sind, die vor vier Monaten am Interbankenmarkt zu einem massiven temporären Anstieg der Zinsen führten. Recht haben beide Seiten. Denn auch wenn die Fed dies nicht beabsichtigt, haben ihre Maßnahmen zur Liquiditätssicherung doch erhebliche Nebenwirkungen auf die Zinsstruktur und die Erwartungen der Marktteilnehmer.

    (31. Januar 2020)

  • Der Nutzen illiquider Assets

    Die Nachfrage nach illiquiden, alternativen Anlageformen nimmt zu. Gute Diversifikationseigenschaften sowie zusätzliche Renditequellen werden oft als Hauptargumente für ein Engagement außerhalb klassischer Anlageklassen genannt. Eine unregelmäßige Preissetzung und nicht beobachtbare Wertveränderungen stellen Anleger aber vor besondere Herausforderungen. Gängige Indizes weisen im illiquiden Bereich ein hohes Maß an Glättung auf, wodurch die Risiken dieser Anlageklassen unterschätzt werden können. Nach Bereinigung der Daten relativieren sich die Diversifikationseigenschaften vieler illiquider Anlagen. Für langfristig orientierte Investoren sind illiquide Anlagen dennoch sinnvoll, da sie ein Erreichen der Investitionsziele wahrscheinlicher machen und vor Fehlentscheidungen schützen.

    (24. Januar 2020)

Marktausblick

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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