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Marcard Marktfokus

Südeuropa und die Kosten der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Welt fest im Griff. Nach der Implementierung erster Notfallmaßnahmen geht es nun um die langfristige Finanzierung der zusätzlichen Staatsausgaben. Während sich Staaten wie Deutschland und die Niederlande ohne Probleme am Kapitalmarkt refinanzieren können, sieht die Situation in Südeuropa deutlich weniger rosig aus. Sowohl Spanien als auch Italien sind bisher am stärksten von der Krise betroffen, müssen am Kapitalmarkt aber hohe Zinsaufschläge bezahlen. Die Kombination aus Maßnahmen der EZB und der Feuerkraft des Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) sollte allerdings in der Lage sein, eine Staatsschuldenkrise zu verhindern.

Marcard Marktfokus vom 27. März 2020

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Südeuropa und die Kosten der Corona-Krise

    Die Corona-Krise hat die Welt fest im Griff. Nach der Implementierung erster Notfallmaßnahmen geht es nun um die langfristige Finanzierung der zusätzlichen Staatsausgaben. Während sich Staaten wie Deutschland und die Niederlande ohne Probleme am Kapitalmarkt refinanzieren können, sieht die Situation in Südeuropa deutlich weniger rosig aus. Sowohl Spanien als auch Italien sind bisher am stärksten von der Krise betroffen, müssen am Kapitalmarkt aber hohe Zinsaufschläge bezahlen. Die Kombination aus Maßnahmen der EZB und der Feuerkraft des Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) sollte allerdings in der Lage sein, eine Staatsschuldenkrise zu verhindern.

    (27. März 2020)

  • Ist die Wirtschaftspolitik machtlos gegen Covid-19?

    Die Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19 Virus werden zu einer globalen Rezession führen. In dieser Situation muss die Wirtschaftspolitik versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Durch die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens können Maßnahmen zur Belebung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage allerdings kaum Wirkung entfalten. Kreditzusagen an Unternehmen sichern zwar die Liquidität, entschädigen aber nicht für entgangene Einnahmen und verhindern keine Entlassungen. Gezielte Transfers an Bedürftige, an Bedingungen geknüpfte Kredite und die direkte Kompensation der ausgefallenen privaten Nachfrage durch öffentliche Nachfrage sind unter diesen Bedingungen geeignete temporäre fiskalische Maßnahmen, um die Krise abzumildern. Den Zentralbanken fällt die Aufgabe zu, den größten Teil der zusätzlichen Staatsausgaben zu finanzieren.

    (20. März 2020)

  • Kurs-Gewinn Verhältnis: Kein gutes Bewertungsmaß in Krisenzeiten

    Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist das beliebteste Bewertungsmaß an den Aktienmärkten, obwohl es einen entscheidenden Nachteil hat: Es funktioniert nicht gut und unter Umständen gar nicht in Krisenzeiten. In Phasen mit geringer Visibilität und hoher Unsicherheit sind Bewertungsmaßstäbe mit weit weniger volatilen Bezugsgrößen als Unternehmensgewinne geeigneter. Hier bieten sich vor allem das Kurs-Buchwert-Verhältnis sowie das Shiller-KGV an. Für Investoren, die nach den starken Markteinbrüchen der letzten Wochen über einen Einstieg nachdenken, bieten die beiden Maße zudem Anhaltspunkte dafür, wie hoch in einem Worst-Case-Szenario der maximal zu erwartender Verlust auch nach den Kursrücksetzern noch sein kann.

    (13. März 2020)

  • Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise

    Die Corona-Krise hat nicht nur zu einem weitgehenden Stillstand der Produktion in China geführt, sondern inzwischen auch zu globalen geld- und fiskalpolitischen Reaktionen. Damit werden die volkswirtschaftlichen Folgen immer deutlicher. Während die US-Notenbank ihren vorhandenen Spielraum nutzt und die Zinsen kräftig senkt, hat die Europäische Zentralbank ihre Mittel weitgehend erschöpft. Die daraus folgende Aufwertung des Euro verstärkt die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für den Euroraum. Die Schwellenländer dagegen könnten paradoxerweise zu relativen Gewinnern werden.

    (6. März 2020)

  • Das Corona-Virus infiziert die Aktienmärkte

    Das Corona-Virus hat die globalen Aktienmärkte erreicht und in dieser Woche zu starken Kursverlusten geführt. Auch wenn die Gesamtzahl der Infizierten weiterhin überschaubar bleibt, sorgen die Maßnahmen, die eine Ausweitung der Krankheit verhindern sollen, für erhebliche wirtschaftliche Schäden. Während das Virus in China langsam unter Kontrolle zu sein scheint und sich der lokale Aktienmarkt schon wieder erholt, hat die Korrektur der Aktienmärkte außerhalb Chinas gerade erst begonnen. Anleger sollten in der jetzigen Situation allerdings nicht nur die überfüllten sicheren Häfen wie Staatsanleihen und Gold aufsuchen, sondern selektiv weiter in Aktien investiert bleiben und die angestiegenen Volatilitäten ausnutzen.

    (28. Februar 2020)

Marktausblick

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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