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Marcard Marktfokus

US-Rentenmarkt: Der MOVE-Index deutet auf weitere Zinssenkungen hin

Der MOVE-Index ist das US-amerikanische Rentenmarktpendant zum weitaus bekannteren Volatilitätsindex VIX am Aktienmarkt. Zwar besitzt der MOVE-Index anders als der VIX nur eine geringe Korrelation zur Richtungsentwicklung des unterliegenden Marktes. Dafür zeigen sich aber bei historischer Betrachtung interessante Muster im Umfeld von Zinssenkungszyklen der US-Notenbank. Die aktuelle Situation weist verblüffende Parallelen zu den letzten beiden Zinssenkungszyklen auf. Sollte es zu einer ähnlichen Entwicklung wie vor zwölf bzw. 19 Jahren kommen, dann sind weitere Zinssenkungsschritte der Fed sehr wahrscheinlich.

Marcard Marktfokus vom 23. August 2019

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Deutschland: Entscheidung über eine neue Klimapolitik

    Deutschland ist beim Klimaschutz kein Vorreiter mehr und droht die bis 2030 im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele zu verfehlen. Aufgrund unzureichender Fortschritte und der Sorge darüber, die Zielvorgaben zur Reduktion von Treibhausgasemissionen nicht zu erreichen, hat der Sachverständigenrat ein Sondergutachten zu Reformoptionen in der Klimapolitik ausgearbeitet und der Bundesregierung am 12. Juli 2019 überreicht. Am 20. September 2019 soll nun das sogenannte „Klimakabinett“ über ein Gesamtpaket zur Reform der deutschen Klimapolitik entscheiden. Ziel soll es sein, einen sektorübergreifend einheitlichen Preis für Treibhausgasemissionen zu etablieren.

    (16. August 2019)

  • Kapitalmärkte und Handelskrieg: Die nächste Runde

    Mit der Ankündigung von neuen Zöllen auf chinesische Importe ab dem 1. September ist der Handelskrieg zwischen den USA und China in die nächste Runde gegangen. Gegenüber den ersten beiden Runden gibt es zwei wichtige Unterschiede: Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank gestiegen, zum anderen sind nun auch die Importe von Konsumgütern in größerem Ausmaß von Zöllen betroffen. Während der Rentenmarkt von den Zinsaussichten profitiert, leiden insbesondere Aktien aus dem Bereich des zyklischen Konsums. Der Aktienmarkt wird seinen Aufwärtstrend nur dann fortsetzen können, wenn es zu keiner weiteren Eskalation des Streits kommt.

    (9. August 2019)

  • Draghis Bilanz: Den Euro gerettet, das Inflationsziel verfehlt

    In acht Wochen endet die Amtszeit von Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank. Draghi übernahm die Position 2011 während der Eurokrise und trug mit seinem klaren Bekenntnis zur Gemeinschaftswährung maßgeblich zu deren Lösung bei. Der starke Rückgang der Inflationsraten im Nachgang der Krise veranlasste die EZB ab 2014, einen negativen Einlagenzins zu erheben. 2015 startete ein umfangreiches Anleihenankaufprogramm. Trotz dieser Maßnahmen sind Inflation und Wachstum im Euroraum heute niedriger als zu Draghis Amtsbeginn. Das verdeutlicht indes nicht die Wirkungslosigkeit seiner geldpolitischen Entscheidungen. Im Gegenteil: Draghi muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er nicht früher und entschiedener auf die deflationären Gefahren im Euroraum reagiert hat.

    (2. August 2019)

  • Nachfragesorgen lasten auf den Rohölpreisen

    Die Preise für Rohöl sind in den letzten drei Monaten gesunken, obwohl die Anleger eine erhöhte Risikobereitschaft an den Tag legten und die geopolitische Lage in der Straße von Hormus so angespannt wie seit vielen Jahren nicht mehr war. Der Grund ist die schwache Nachfrage angesichts der schleppenden konjunkturellen Entwicklung. Gleichzeitig pumpen die US-amerikanischen Fracker zulasten des Marktanteils der OPEC-Staaten immer mehr Öl in den Markt. Solange es zu keiner Eskalation im Streit mit dem Iran kommt und dadurch auch das Angebot an Rohöl nicht durch Lieferstörungen eingeschränkt wird, dürfte die Preisentwicklung weiterhin von der Nachfrageseite bestimmt werden. Der Spielraum für Preisanstiege bleibt damit begrenzt.

    (26. Juli 2019)

  • Realitätstest für den Aktienmarkt

    Die Kursrallye an den Aktienmärkten in diesem Jahr wurde bislang nicht von den Gewinnen, sondern von ansteigenden Bewertungen getrieben. Die geldpolitische Kehrtwende dies- und jenseits des Atlantiks hat das Zinsniveau deutlich gesenkt und damit auch die Bewertungen erhöht. Die Berichtssaison für das zweite Quartal, die in dieser Woche begonnen hat, wird nun zum Realitätstest für die Aktienmärkte. Eine abnehmende konjunkturelle Dynamik und der zunehmende Druck auf die Margen sind keine guten Vorzeichen für die Gewinnentwicklung. Für eine Fortsetzung der Aktienrallye ist es daher entscheidend, dass die absehbaren geldpolitischen Impulse nicht nur die Kapitalmärkte stimulieren, sondern auch die Realwirtschaft.

    (19. Juli 2019)

Marktausblick

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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