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Marcard Marktfokus

Sind Hedgefonds eine Alternative zu Aktien?

Die risikolosen Zinsen sind inzwischen auch in den USA real negativ geworden, so dass für Anleger nun endgültig kein Weg mehr am Aktienmarkt vorbeizuführen scheint. Theoretisch sollten Hedgefonds eine echte Alternative zu Aktien sein, da sie für sich in Anspruch nehmen, positive und marktunabhängige Erträge generieren zu können. Auf Indexebene weisen die meisten Strategien in diesem Jahr allerdings einen starken Zusammenhang zum Aktienmarkt auf. In der etwas längerfristigen Perspektive sind die risikoadjustierten Erträge jedoch besser als bei Aktien. Wer in diesem Segment dauerhaft erfolgreich investieren will, muss zudem die richtigen Stile und auch die richtigen Manager selektieren können.

Marcard Marktfokus vom 16. Oktober 2020

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • China, der Corona-Superstar

    China ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise gekommen und hat es als eines der wenigen Länder bisher geschafft, eine zweite Welle zu verhindern. Dem Regime kommt bei der Virusbekämpfung zu Gute, dass es im Gegensatz zu westlich orientierten Demokratien radikale Maßnahmen ohne Widerstand umsetzen kann. Die positive Entwicklung an der Virusfront spiegelt sich auch in der Konjunkturentwicklung wider. Chinas Wirtschaft ist in vielen Bereichen wieder auf dem Vorkrisenniveau angelangt oder liegt sogar darüber. Derweil wird der Umbau der chinesischen Wirtschaft weiter vorangetrieben, weg vom exportorientierten Modell und hin zu einem stärker binnenorientierten Wachstum. Konkrete Maßnahmen zeichnen sich ab und werden im Rahmen des neuen Fünfjahresplans vermutlich Ende Oktober öffentlich.

    (9. Oktober 2020)

  • US-Wahlen: Dieses Mal ist alles anders 

    Rund dreißig Tage vor den Präsidentschaftswahlen in den USA liegt Herausforderer Joe Biden gegenüber Amtsinhaber Trump in den Umfragen vorn. Der Ausgang der Wahlen ist dennoch offen. Wegen der Corona-Pandemie dürften viele Wahlberechtigte ihre Stimme per Briefwahl abgeben, was Präsident Trump bereits als betrugsanfällig kritisiert hat. Im Falle einer Niederlage Trumps könnte es daher zu heftigen Auseinandersetzungen über die Umstände und die Rechtmäßigkeit der Stimmabgaben kommen. Solche Diskussionen sind bereits jetzt Teil des Wahlkampfes und es bleibt unklar, welchem politischen Lager sie am Ende nutzen werden. Eine normale Präsidentschaftswahl wird es also nicht werden, zumal, wie heute gemeldet wurde, Donald Trump inzwischen selbst mit dem Coronavirus infiziert ist.

    (2. Oktober 2020)

  • Unter Null

    Die Inflationsrate im Euroraum ist im August negativ geworden und wird dies vermutlich bis Jahresende bleiben. Die unterausgelasteten Kapazitäten in Folge der Coronakrise und der Rückgang der Ölpreise haben einen disinflationären Impuls ausgelöst. Doch während in den USA die Preissteigerung langsam wieder zunimmt, ist im Euroraum keine Trendwende zu erkennen. Dies liegt am stärkeren Einbruch der Wirtschaft im Euroraum, aber auch an der Aufwertung des Euro. Die Gefahr, dass die Disinflation im Euroraum in eine dauerhafte Deflation übergeht, ist nicht zu unterschätzen. Die Europäische Zentralbank muss daher möglichst bald ihre Wertpapierkäufe erhöhen.

    (25. September 2020)

  • High Yield-Anleihen: Wenig Rendite für viel Risiko

    High Yield-Anleihen konnten in den letzten Monaten dank der Unterstützung durch die Notenbanken eine kräftige Erholung hinlegen. Allerdings droht in diesem Segment Ungemach, da die Coronakrise für einige Unternehmen existenzgefährdend sein kann. Die Schulden steigen, die Ratings geben nach und Kreditausfälle nehmen zu. Werden vergangene Rezessionen als Muster verwendet, könnte die Ausfallrate im globalen High Yield-Universum bis Anfang 2021 auf über 13 Prozent ansteigen. Angesichts der steigenden Ausfallraten bieten High Yield-Anleihen aktuell zu wenig Rendite.

    (18. September 2020)

  • Wie stabil ist das neue Gleichgewicht am Ölmarkt?

    Am Markt für Rohöl scheint sich nach den Turbulenzen im April ein neues Gleichgewicht herausgebildet zu haben. Die Angebotsseite hat auf den Corona-Schock zügig und substanziell reagiert und von April bis Juni 13,7 Mio. Barrel pro Tag vom Markt genommen. Dies hat gereicht, um den Nachfragerückgang zu kompensieren. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Internationale Energieagentur mit einem Nachfrageüberschuss, was tendenziell die Preise stützen sollte. Auf der anderen Seite steht die Coronakrise, die momentan ein neues Momentum bekommt und den Ausblick trübt. Unter dem Strich scheint sich momentan ein Preisniveau herausgebildet zu haben, dass zwischen 35 und 45 US-Dollar je Barrel WTI für ein Marktgleichgewicht sorgt.

    (11. September 2020)

Marktausblick

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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