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Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Der Aufschwung hat begonnen

    Die Coronakrise stellt auch die Volkswirte vor neue Herausforderungen. Klassische Methoden der Konjunkturanalyse versagen angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich die wirtschaftliche Aktivität derzeit entwickelt. Viele aktuell publizierte volkswirtschaftliche Daten spiegeln nur die Vergangenheit und dokumentieren den dramatischen Einbruch, den der Lockdown verursacht hat. Die Erwartungskomponente der Frühindikatoren zeigt dagegen einen zunehmenden Optimismus. Das klarste Bild der aktuellen wirtschaftlichen Lage geben Echtzeitdaten wie Stromverbrauch, Mobilitätsauswertungen, Einzelhandelsumsätze oder Google-Suchanfragen nach Arbeitslosenunterstützung wieder. Für Deutschland zeigen diese Daten, dass der Aufschwung bereits begonnen hat.

    (29. Mai 2020)

  • Déjà vu am Aktienmarkt

    Sowohl in der Wirtschaft als auch am Aktienmarkt wird in diesen Tagen Geschichte geschrieben. Eine Vollbremsung der Konjunktur hat dem Aktienmarkt den schnellsten Absturz der Historie beschert. Nicht minder dramatisch war jedoch die darauf folgende Erholung. Entwicklungen, die normalerweise Monate oder Jahre dauern, benötigen aktuell Tage oder Wochen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass historische Vergleiche hinfällig werden. Die Entwicklungen verlaufen vielmehr wie im Zeitraffer. Die Erfahrungen der Rezessionen der letzten 100 Jahre lassen - trotz der bereits starken Erholung einiger Märkte - auf Sicht von zwölf Monaten positive Aktienmarktentwicklungen erwarten.

    (22. Mai 2020)

  • Tut sie es oder tut sie es nicht?

    In den letzten Tagen hat die Diskussion über die Geldpolitik in den USA eine neue Note erhalten. Erstmals sind am Terminmarkt die erwarteten Leitzinsen in den USA negativ geworden. Dies ist zunächst überraschend, weil die wichtigsten Vertreter der US-amerikanischen Zentralbank bisher stets sehr deutlich gemacht haben, dass sie negative Zinsen als ein wenig effizientes Mittel der Geldpolitik betrachten. Früher oder später kann es aber zu einer Situation kommen, in der die Fed dem Druck des Terminmarktes wie schon oft in der Vergangenheit nachgeben könnte. Ein niedrigeres neutrales Zinsniveau und der konstante Aufwertungsdruck des US-Dollar, der aus den vergleichsweise höheren US-Zinsen resultiert, könnten die Fed bewegen, in der Zukunft unter Null zu gehen. Vor allem in einem deflatorischen Umfeld ist dies wahrscheinlich.

    (15. Mai 2020)

  • Die Retter in der Not

    Die globalen Notenbanken, allen voran die EZB und die Fed, haben durch beherzte, schnelle und gezielte Eingriffe eine Beruhigung der Kapitalmärkte herbeigeführt und sind erneut als Retter in der Not aufgetreten. Dabei verfolgen sie mit ihren Maßnahmen zwei Ziele. Als erstes geht es darum, ein Übergreifen der realwirtschaftlichen Verwerfungen auf den Finanzsektor zu verhindern, um eine systemische Krise zu vermeiden. Dies ist bisher gelungen. Das zweite Ziel ist die Unterstützung der Konjunkturerholung. Hier können die Notenbanken zwar Hilfestellungen leisten, sind aber auf die Mitarbeit der Fiskalpolitik angewiesen. Gezeigt hat sich in der Krise aber, dass Notenbanken auch bei Zinsen nahe Null voll handlungsfähig sind.

    (8. Mai 2020)

  • Buchstabensuppe

    Die Spekulation über den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung nach dem Höhepunkt der Corona-Krise ist in vollem Gange. Die Buchstaben V, L, U, J und W werden gerne verwendet, um die unterschiedlichen Szenarien zu verbildlichen. Der Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass solche simplen Verlaufsmuster zu kurz greifen. Das Drama einer Wirtschaftskrise vollzieht sich in der Regel in drei Akten: Auf den starken Absturz folgt eine schnelle, aber unvollständige Erholung, der sich eine längere und fragile Phase der Normalisierung anschließt. Die Wirtschaftspolitik muss in der Erholungsphase aktiv dazu beitragen, die Gefahren eines Rückfalls in die Rezession zu verringern.

    (30. April 2020)

Marktausblick

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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