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Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Wie der Westen den russischen Krieg gegen die Ukraine sieht

    Die westliche Welt ist sich zu Recht darin einig, dass die russische Begründung für den Angriffskrieg auf die Ukraine völlig unhaltbar ist. Wenn es allerdings darum geht, die tatsächlichen Hintergründe des Kriegs zu analysieren, sind die westlichen Sichtweisen keineswegs so einheitlich. Auf der einen Seite des Spektrums steht die moralische Interpretation des Kriegs als eines Kampfs zwischen „Gut“ und „Böse“, was die Illusion nährt, ein Sturz Putins könne das Problem lösen. Auf der anderen Seite steht die Behauptung, der Westen habe Russland provoziert und sei daher für den Krieg verantwortlich. Wer aber jetzt die Diskussion auf die Fehler des Westens fokussieren will, lenkt damit von der Verantwortung Russlands für diesen Angriffskrieg ab.

    (25. März 2022)

  • Kann Deutschland auf russisches Gas verzichten?

    Der Angriffskrieg auf die Ukraine lässt die Rufe nach einem deutschen Embargo auf russische Energieimporte immer lauter werden. Während Öl und Kohle aus Russland relativ leicht zu ersetzen sind, ist die Versorgungslage bei Gas schwieriger. Auch hier gibt es zwar Alternativen, doch die Kosten wären relativ hoch. Ein Stopp der Gasimporte würde die russische Wirtschaft empfindlich treffen und die Finanzierung des Kriegs erschweren. Den politischen und ökonomischen Preis, den Deutschland dafür zahlen müsste, scheinen derzeit allerdings weder die Bundesregierung noch Gewerkschaften und Industrie zu zahlen bereit zu sein.

    (18. März 2022)

  • Steigende Rohstoffpreise belasten die europäische Wirtschaft

    Das wirtschaftliche Risiko, das durch den Krieg in der Ukraine entsteht, ist weniger auf den Verlust des Exportmarktes Russland oder die Gefahr einer Bankenkrise zurückzuführen. Die schwerwiegendsten Folgen sind vielmehr die Unterbrechung des Angebots auf einigen Rohstoffmärkten und die daraus resultierenden Preisschocks. Vor allem Europa ist beim Energiebedarf in hohem Maße von Russland abhängig. Dies wird insbesondere in Deutschland zu deutlichen Wachstumseinbußen führen, wenn sich die Situation an den Rohstoffmärkten nicht bald entschärft.

    (11. März 2022)

  • Die Auswirkungen der westlichen Sanktionen gegen Russland

    Trotz Warnungen aus den USA und aus Europa haben die russischen Streitkräfte letzte Woche die Ukraine angegriffen. Nachdem der Überfall von Anfang an sehr holprig verlaufen ist, zeichnet sich mittlerweile ab, dass er in einen Zermürbungskrieg gegen die großen Städte des Landes übergeht. Als Reaktion auf den Angriff haben die EU aber auch die USA und Großbritannien unmittelbar Sanktionen erlassen, welche innerhalb der ersten Tage bereits verstärkt wurden und die russische Wirtschaft massiv schädigen sollen. Dieses Ziel sollte erreicht werden. Die Sanktionen wirken auf verschiedenen Ebenen und sind bisher so gewählt, dass andere Volkswirtschaften möglichst wenig getroffen werden.

    (4. März 2022)

  • Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine

    Die Eskalation der Russlandkrise hat erhebliche wirtschaftliche Folgen. Das gilt unmittelbar für die Konfliktparteien Russland und Ukraine, deren Bedeutung für die Weltwirtschaft allerdings gering ist. Doch auch viele westeuropäische Volkswirtschaften werden leiden, da die Energiepreise weiter steigen werden und die Gasversorgung bedroht sein könnte. Deutschland ist hier besonders stark exponiert. Überschaubar sind hingegen die Gefahren, die sich aus möglichen Ausfällen von Krediten an russische Kunden für die globalen Banken ergeben. Für Russland sind die beschlossenen Sanktionen kurzfristig unproblematisch, dürften aber mittel- bis langfristig gravierende Konsequenzen für das Land haben. Aktienanleger sollten auf die Russlandkrise mit erhöhter Vorsicht und einer stärkeren regionalen Differenzierung reagieren.

    (25. Februar 2022)

Marktausblick

Was Sie schon immer über Inflation wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: Jahresausblick 2022 und Rückblick 2021

Klimawandel und Klimapolitik: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2021

Die neue Anatomie der Aktienmärkte: Jahresrückblick 2020 und Ausblick 2021

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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