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Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Werden die Zwischenwahlen zum Wendepunkt für den US-Aktienmarkt?

    Wenn in den USA Zwischenwahlen stattfinden, steigen in der Regel die US-Aktienmärkte. Diese historische „Anomalie“ könnte ein gutes Omen sein, denn am 8. November wird in den USA gewählt. Es geht dabei um mehr als nur die Mehrheit im Kongress, denn insbesondere bei den gleichzeitig stattfindenden Gouverneurswahlen stehen republikanische Kandidaten zur Wahl, die zur Radikalisierung der US-Politik beitragen. Unterschiedliche Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus sind das wahrscheinlichste Ergebnis der Kongresswahlen, was übermäßige Staatsausgaben in den kommenden zwei Jahren verhindern sollte. Eine Trendwende dürften die Wahlen dennoch nicht auslösen, denn die Bewertungen am Aktienmarkt sind nicht günstig und das wirtschaftliche Umfeld unverändert schwierig.

    (21. Oktober 2022)

  • Dollar, Franken, Pfund: Bleibt der Euro unter der Parität?

    Der Euro hat seit Jahresbeginn gegenüber vielen Währungen zum Teil deutlich abgewertet. Spätestens mit Veröffentlichung des EZB-Protokolls in der vergangenen Woche wurde deutlich, dass sich die europäischen Währungshüter zunehmend um die Wechselkursentwicklung sorgen. Die importierte Inflation konterkariert den Exportvorteil, den der schwache Euro auslöst. Der Zinsnachteil gegenüber den meisten Währungen, der einer der wichtigsten Gründe für die Euroschwäche ist, dürfte daher nicht weiter zunehmen. Da sich die wirtschaftlichen Aussichten nach dem schwierigen Winterhalbjahr ab der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder verbessern sollten, sehen wir ein leichtes Aufwertungspotenzial für den Euro bis Ende nächsten Jahres.

    (14. Oktober 2022)

  • Wie die sanfte Landung der US-Wirtschaft gelingen kann

    In den USA ist die Zahl der offenen Stellen im August stark gesunken. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn der Rückgang der offenen Stellen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch das Lohnwachstum abnimmt und damit auch die Inflation zurückgeht. Gelingt das ohne einen nennenswerten Anstieg der Arbeitslosigkeit, bleiben die negativen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Inflationsbekämpfung gering. Die sogenannte Beveridge-Kurve spricht zwar gegen diese Möglichkeit, doch könnte diesmal am US-Arbeitsmarkt tatsächlich alles anders sein. Für die Aktienmärkte wäre eine sanfte Landung der US-Wirtschaft trotzdem kein Grund zum Jubeln. Wenn Unternehmen auf eine sinkende Nachfrage nicht mit Entlassungen reagieren, engen sich die Gewinnmargen ein. 

    (7. Oktober 2022)

  • Angespannter Ölmarkt trifft auf Wirtschaftssorgen

    Die Verschärfung der Geldpolitik zur Eindämmung der hohen Inflation hat nicht nur den Ausblick für Aktien und Renten getrübt, sondern auch den Rohölpreis auf eine Talfahrt geschickt. Eine mögliche Rezession, die eine niedrigere Energienachfrage nach sich zieht, würde die Preise im kommenden Jahr zwischenzeitlich weiter nach unten drücken. Dem gegenüber steht ein bereits knappes Angebot, welches durch Nachfragerückgänge entlastet werden könnte. Für den Rohölmarkt wird aber im kommenden Jahr nicht nur die Wirtschaftslage relevant sein, sondern auch die Entscheidungen wichtiger Marktakteure. Allen voran dürfte die Preisobergrenze für russisches Öl und die Reaktion darauf richtungsweisend sein. Zudem dürfte die OPEC das Angebot so lenken, dass höhere Preise beibehalten werden. Sollte ein Abklingen der Wirtschaftssorgen Ende des kommenden Jahres ersichtlich sein, dürfte der Preis für Rohöl leicht über den heutigen Niveaus liegen.

    (30. September 2022)

  • Italien driftet nach rechts

    Bei den vorgezogenen italienischen Parlamentswahlen am Sonntag zeichnet sich eine deutliche Mehrheit für das rechte Lager ab. Sollte Georgia Meloni Ministerpräsidentin werden, wäre sie nicht nur die erste Frau in diesem Amt, sondern auch die erste Vertreterin einer postfaschistischen Partei. Die fiskalischen Spielräume für die sich anbahnende Rechtskoalition sind allerdings gering. Der erste Härtetest wird die staatliche Budgetplanung sein, die bis Jahresende in trockenen Tüchern sein muss. Wenn die vereinbarten Budgetziele nicht eingehalten werden, droht nicht nur Ärger mit der Europäischen Union, sondern auch eine weitere Ausweitung der Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen, die die Europäische Zentralbank auf den Plan rufen könnte. 

    (23. September 2022)

Marktausblick

 

Wie Krieg, Inflation und Pandemie die Wirtschaft belasten: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2022

Was Sie schon immer über Inflation wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: Jahresausblick 2022 und Rückblick 2021

Klimawandel und Klimapolitik: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2021

Die neue Anatomie der Aktienmärkte: Jahresrückblick 2020 und Ausblick 2021

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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