Publikationen

Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Italienischer Haushaltsentwurf: Die Nagelprobe

    Die italienische Regierung hat diese Woche bestätigt, dass sie an einer Neuverschuldung im kommenden Jahr in Höhe von 2,4 Prozent des BIP festhält. Bleibt Rom dieser Linie treu, könnte Anfang 2019 ein Defizitverfahren gegen Italien eingeleitet werden. Da Defizitverfahren in der EU eine Art „Kavaliersdelikt“ sind, wären die Auswirkungen für Italien wohl überschaubar. Falls sich die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen jedoch weiter ausweiten sollten, könnte es zu einer Situation kommen, in der Rom auf die direkte Unterstützung durch die EZB angewiesen ist. Dann käme es zur eigentlichen Nagelprobe, und zwar nicht nur für Italien, sondern auch für die EZB.

    (23. November 2018)

  • Aktien: Mit Sektorrotation auf den Konjunkturzyklus reagieren

    Der Konjunkturzyklus spielt eine wichtige Rolle für den Ertrag des Aktienmarktes. Aber nicht nur die absolute Wertentwicklung, sondern auch die relativen Erträge einzelner Branchen hängen vom Zyklus ab, denn es gibt signifikante Unterschiede in der Zyklizität einzelner Sektoren. Dabei zeigt sich, dass sich die Branchen, die im Aufschwung am meisten profitieren, sich in Zeiten sinkenden Wachstums oft am schwächsten entwickeln und umgekehrt. Eine gezielte Sektorrotation kann daher im Vergleich zu einem reinen Buy-and-Hold-Portfolio Mehrwert generieren. Die größte Herausforderung bleibt dabei das Timing der Sektorrotation.

     

    (16. November 2018)

  • Euroraum: Die Konjunkturentwicklung schwächt sich ab

    In der kommenden Woche werden die Wachstumszahlen des deutschen Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal veröffentlicht. Es wird mit einem BIP-Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gerechnet, was das Bild einer sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung im Euroraum festigen dürfte. Eine stagnierende Exportnachfrage aus China, Probleme in der Automobilindustrie, länderspezifische Risiken sowie eine stagnierende Kaufkraft der Haushalte sind die Gründe. Hinzu kommt, dass der Abbau der Überkapazitäten im Euroraum weit fortgeschritten ist. Dies deutet darauf hin, dass die Spätphase des Konjunkturzyklus erreicht wurde, in dem das Wachstum langsam, aber stetig zurückgeht. Ein Ende des Aufschwungs ist angesichts einer steigenden Kreditnachfrage der Unternehmen des Euroraums sowie der starken US-amerikanischen Konjunktur aber noch nicht zu erkennen.

    (9. November 2018)

  • Rohöl: Deutliche Preisrückgänge trotz US-Sanktionen gegen den Iran

    Am 4. November treten US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft, die unter anderem den Export von Rohöl verhindern sollen. Da es sich bei dem Land um das drittgrößte OPEC-Mitglied handelt, wirken sich die Maßnahmen durch eine mögliche Verknappung der weltweiten Angebotsmenge grundsätzlich preissteigernd auf den Rohölpreis aus. Dennoch war der Oktober der schwächste Monat für den Ölpreis seit knapp zwei Jahren. Für den überraschenden Preisrückgang lassen sich Erklärungen finden. Ein nachhaltiger negativer Trend beim Rohölpreis lässt sich aus den Marktbewegungen der letzten Wochen jedoch nicht erkennen.

    (2. November 2018)

  • Die Herkulesaufgabe der Europäischen Zentralbank

    Die gestrige Sitzung des EZB-Rats verlief ohne größere Überraschungen. Die EZB plant weiterhin, die Leitzinsen frühestens im Herbst 2019 anzuheben und das Anleihenankaufprogramm zum Jahresende auslaufen zu lassen. Weder der sich verschlechternde wirtschaftliche Ausblick des Euroraums, noch die Auseinandersetzungen um Italiens Haushaltsentwurf oder die aktuellen Turbulenzen an den Aktienmärkten wurden zum Anlass genommen, den geldpolitischen Kurs zu ändern. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die EZB vor einer Herkulesaufgabe steht: Die Geldpolitik zu normalisieren, ohne dabei die Konjunktur und den Zusammenhalt der Währungsunion zu gefährden.

    (26. Oktober 2018)

Marktausblick

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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