Publikationen

Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Die ökonomischen Folgen von Mr. Johnson

    Das britische Unterhaus hat Boris Johnson gezwungen, bei der EU eine Verlängerung des Brexit-Austrittstermins zu beantragen. Die EU wird diesem Antrag voraussichtlich zustimmen. Am Montag entscheidet das britische Parlament über vorgezogene Neuwahlen am 12. Dezember. Ob das vom britischen Premierminister und der EU ausgehandelte Abkommen noch zur Grundlage eines geordneten Brexit werden kann, ist deshalb unklar. Aus ökonomischer Sicht gäbe es allerdings gute Grunde, die Vereinbarung zu überarbeiten. Im Vergleich zu den Vorschlägen seiner Vorgängerin Theresa May hätte ein EU-Austritt Großbritanniens nach dem Johnson-Vorschlag größere wirtschaftliche Schäden zur Folge, da die nicht-tarifären Handelshemmnisse zunehmen würden.

    (25. Oktober 2019)

  • US-Handelsstreit: Frieden mit China, Krieg mit der EU?

    Die Nachrichten über eine teilweise Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China wurden von den internationalen Aktienmärkten positiv aufgenommen. Eine grundsätzliche Schlichtung des Konflikts ist jedoch weiterhin nicht in Sicht. Gegenüber der EU scheint sich der Handelskonflikt sogar zu verschärfen. Seit heute gelten neue Strafzölle auf EU-Importe in die USA und im November wird über höhere Zölle auf Autoimporte aus der EU entschieden. Die Struktur des Handels mit der EU spricht zwar gegen eine Eskalation des Handelsstreits. Da allerdings nicht nur ökonomische Argumente die US-Handelspolitik bestimmen, ist eine weitere Zuspitzung nicht auszuschließen.

    (18. Oktober 2019)

  • Berichtssaison: Schwaches Konjunkturbild vs. positive Analysten

    Alle drei Monate öffnen die meisten börsengelisteten Unternehmen ihre Bücher. Neben der Einschätzung über einzelne Unternehmen dient die Veröffentlichung der Quartalsberichte aber auch als Gradmesser für den Zustand der Weltwirtschaft. Im Vergleich zum Frühjahr oder zum Sommerquartal stehen die Berichtsdaten unter deutlich ungünstigeren Vorzeichen. Denn nach der Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe zeigen sich allmählich auch Risse in anderen Wirtschaftsbereichen. Dennoch sind die Analysten äußerst optimistisch. Die Historie zeigt jedoch, dass sie mit ihrem Optimismus falsch liegen könnten. 

    (11. Oktober 2019)

  • Das Märchen von (passiven) Traumrenditen auf Wachstumsmärkten

    Schwellenländer weisen tendenziell ein höheres Wirtschaftswachstum als Industrieländer auf. Da das BIP-Wachstum und die Gewinnentwicklung von Unternehmen innerhalb einer Volkswirtschaft hoch korreliert sind, sollten hiervon auch die Aktienmärkte in den aufstrebenden Ländern profitieren. Historische Analysen zeigen jedoch ein ganz anderes Bild. Vor allem der Wachstumsmarkt China kommt in der Vergangenheitsbetrachtung nicht gut weg. Insbesondere passive Investoren müssen sich der Fallstricke eines Indexinvestments in diesen Märkten bewusst sein. Unter Umständen kann ein Wachstums-Exposure zu Schwellenländern sogar besser über Aktien abgebildet werden, die in New York, Tokyo oder Frankfurt gelistet sind.

    (4. Oktober 2019)

  • Deutschland: Das Rezessionsrisiko steigt an

    Die jüngsten Daten von der deutschen Konjunktur waren eine herbe Enttäuschung und zeichnen das Bild eines sich weiter fortsetzenden Abschwungs in der deutschen Industrie. Durch die anhaltende Flaute ist auch der Dienstleistungssektor stärker unter Druck geraten, wenngleich hier noch ein positiver Wachstumsimpuls zu verzeichnen ist. Die Unsicherheiten aus dem Handelskonflikt setzen der deutschen Industrie stärker als erwartet zu. Bestehende strukturelle Probleme sind nicht von heute auf morgen zu lösen. Erste Insolvenzen, umfangreiche Sparprogramme und teils sogar Kurzarbeit sind die unmittelbaren Folgen bei vielen Zulieferbetrieben. Eine handfeste Konjunkturkrise steht uns aber vermutlich nicht bevor, da andere Bereiche der Volkswirtschaft noch relativ gut da stehen. Trotzdem denken wir, dass die Politik entschiedener auf die kräftige Abschwächung reagieren sollte.

    (27. September 2019)

Marktausblick

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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