Publikationen

Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Wie die EZB eine neue Eurokrise verhindern will

    Die Europäische Zentralbank ist nicht zu beneiden. Sie muss nicht nur die anhaltend hohe Inflation im Euroraum bekämpfen, sondern auch den Zusammenhalt der Währungsunion sichern. Um letzteres zu erreichen, soll bei der nächsten Ratssitzung am 21. Juli eine neues „Anti-Fragmentierungstool“ vorgestellt werden. Es zeichnet sich ab, dass es sich dabei um ein Ankaufprogramm für die Staatsanleihen einzelner Euro-Länder handeln wird, das sehr flexibel und nur an schwache Auflagen geknüpft ist. Die EZB riskiert mit einem solchen Vorstoß nicht nur die Überschreitung ihres Mandats, sondern setzt auch ihre geldpolitische Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

    (8. Juli 2022)

  • Europas Suche nach neuen Gasquellen

    Um seine starke Abhängigkeit von russischem Erdgas zu reduzieren, suchen die Länder der Europäischen Union derzeit unter Hochdruck nach alternativen Lieferanten. Doch die Suche gestaltet sich schwierig. Die Angebotskapazitäten sind vergleichsweise starr, sodass Verträge mit Ländern wie Katar zwar perspektivisch geschlossen werden aber heute noch keine Entlastung bringen. Im Augenblick kommen Gaslieferungen vor allem aus den USA, wobei es dort, durch den Brand in einem LNG-Terminal, zuletzt auch zu Liefereinschränkungen kam. Der Druck auf die europäischen Politiker steigt, Pläne für eine stabile Gasversorgung im Winter auszuarbeiten.

    (1. Juli 2022)

  • Gibt es noch Hoffnung für die Aktienmärkte?

    Nichts scheint derzeit für die Aktienmärkte zu sprechen. Krieg, Inflation, steigende Zinsen, gestörte Lieferketten und eine nicht enden wollende Pandemie: Die Liste der Belastungsfaktoren ist lang. Hinzu kommen nun die Sorgen vor einer globalen Rezession im kommenden Winter. Dennoch sollten sich Anleger in dieser Situation nicht vorschnell vom Aktienmarkt verabschieden. Gerade in Zeiten hoher Inflation können Aktien ein geeignetes Investment sein. Wenn eine Rezession im kommenden Jahr ausbleibt oder moderat verläuft, dürften die negativen Auswirkungen auf defensive Sektoren überschaubar sein. Allerdings müssen die Ertragserwartungen realistisch bleiben. Die derzeit günstigen Bewertungsniveaus vieler Aktien könnten sich nämlich als trügerisch erweisen.

    (24. Juni 2022)

  • Steiler Renditeanstieg an den Rentenmärkten

    Als in dem vergangenen Jahr die Inflationsraten erst in den USA und dann in Europa anstiegen, waren die Federal Reserve und die EZB noch gelassen. Die Raten wurden als transitorisches Symptom von wiederanlaufender Volkswirtschaften gesehen, bei denen die Güternachfrage das Angebot übersteigt. Mittlerweile haben die Zentralbanken ihre Einschätzung geändert. Sowohl die Fed als auch die EZB sehen die Gefahr, dass die Inflationsraten längerfristig hoch bleiben. Deshalb stimmen sie die Öffentlichkeit zunehmend auf harte geldpolitische Kurse ein, durch welche ein Absinken der Inflation auf Zielniveaus erreicht werden soll. An den Rentenmärkten sorgt dieses Vorgehen für große Schwankungen. Hat im letzten Jahr die hohe Inflation dafür gesorgt, dass Anleiherenditen stiegen, sind es heute die starken Zinserhöhungen, die für Verkaufsdruck sorgen und zu hohe Anleiherenditen führen.

    (17. Juni 2022)

  • Korrekturpotenzial am Rohölmarkt

    In den vergangenen Monaten haben der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sorgen vor einer Unterbrechung der russischen Energieexporte für Höchststände an dem Rohölmarkt gesorgt. Doch auch andere Faktoren haben die Entwicklungen bestimmt. So produzierte die OPEC unter ihren Zielvorgaben und die Anzahl der US-Förderstätten ist weiterhin niedriger als vor der Pandemie. Es zeichnet sich ab, dass bis zum Jahresende die alten Produktionslevels wieder erreicht werden und angesichts der Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums dürfte auch die Nachfrage den Preisdruck dämpfen. Eine Energieverknappung angesichts des europäischen Embargos von russischem Öl sehen wir zudem nicht, da Alternativen zu Verfügung ständen. Insgesamt rechnen wir bis Jahresende daher mit einem leichten Rückgang des Ölpreises.

    (10. Juni 2022)

Marktausblick

 

Wie Krieg, Inflation und Pandemie die Wirtschaft belasten: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2022

Was Sie schon immer über Inflation wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: Jahresausblick 2022 und Rückblick 2021

Klimawandel und Klimapolitik: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2021

Die neue Anatomie der Aktienmärkte: Jahresrückblick 2020 und Ausblick 2021

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

Nach oben