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Marcard Marktfokus

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Berichtssaison: Schwaches Konjunkturbild vs. positive Analysten

    Alle drei Monate öffnen die meisten börsengelisteten Unternehmen ihre Bücher. Neben der Einschätzung über einzelne Unternehmen dient die Veröffentlichung der Quartalsberichte aber auch als Gradmesser für den Zustand der Weltwirtschaft. Im Vergleich zum Frühjahr oder zum Sommerquartal stehen die Berichtsdaten unter deutlich ungünstigeren Vorzeichen. Denn nach der Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe zeigen sich allmählich auch Risse in anderen Wirtschaftsbereichen. Dennoch sind die Analysten äußerst optimistisch. Die Historie zeigt jedoch, dass sie mit ihrem Optimismus falsch liegen könnten. 

    (11. Oktober 2019)

  • Das Märchen von (passiven) Traumrenditen auf Wachstumsmärkten

    Schwellenländer weisen tendenziell ein höheres Wirtschaftswachstum als Industrieländer auf. Da das BIP-Wachstum und die Gewinnentwicklung von Unternehmen innerhalb einer Volkswirtschaft hoch korreliert sind, sollten hiervon auch die Aktienmärkte in den aufstrebenden Ländern profitieren. Historische Analysen zeigen jedoch ein ganz anderes Bild. Vor allem der Wachstumsmarkt China kommt in der Vergangenheitsbetrachtung nicht gut weg. Insbesondere passive Investoren müssen sich der Fallstricke eines Indexinvestments in diesen Märkten bewusst sein. Unter Umständen kann ein Wachstums-Exposure zu Schwellenländern sogar besser über Aktien abgebildet werden, die in New York, Tokyo oder Frankfurt gelistet sind.

    (4. Oktober 2019)

  • Deutschland: Das Rezessionsrisiko steigt an

    Die jüngsten Daten von der deutschen Konjunktur waren eine herbe Enttäuschung und zeichnen das Bild eines sich weiter fortsetzenden Abschwungs in der deutschen Industrie. Durch die anhaltende Flaute ist auch der Dienstleistungssektor stärker unter Druck geraten, wenngleich hier noch ein positiver Wachstumsimpuls zu verzeichnen ist. Die Unsicherheiten aus dem Handelskonflikt setzen der deutschen Industrie stärker als erwartet zu. Bestehende strukturelle Probleme sind nicht von heute auf morgen zu lösen. Erste Insolvenzen, umfangreiche Sparprogramme und teils sogar Kurzarbeit sind die unmittelbaren Folgen bei vielen Zulieferbetrieben. Eine handfeste Konjunkturkrise steht uns aber vermutlich nicht bevor, da andere Bereiche der Volkswirtschaft noch relativ gut da stehen. Trotzdem denken wir, dass die Politik entschiedener auf die kräftige Abschwächung reagieren sollte.

    (27. September 2019)

  • Die Quanten-Revolution

    In der vergangenen Woche haben das deutsche Fraunhofer-Institut und IBM eine Kooperation bekannt gegeben, die die Forschung zum Thema Quantencomputing in Europa voranbringen soll. Die Nutzung der Quantentechnologie in der Computerwissenschaft hat das Potenzial, eine Revolution für die Rechenleistung und die Datenübertragung zu werden. Allerdings ist es in der Praxis bislang schwierig, Quantenzustände dauerhaft und stabil zu erzeugen. Wenn sich die Technologie erfolgreich weiterentwickelt, kann sie in vielen Bereichen gewinnbringend eingesetzt werden, allerdings auch derzeit gängige Verschlüsselungstechniken bedrohen, auf denen beispielsweise Kryptowährungen beruhen.

    (20. September 2019)

  • Wann eine passive Asset Allocation gefährlich sein kann

    Diversifikation ist das einzige „free lunch" am Kapitalmarkt. Die Begründung dafür ist die nicht-perfekte Korrelation einzelner Anlageklassen zueinander. Durch geschicktes Gewichten lassen sich Portfolios konstruieren, die in ihren Rendite-Risiko-Eigenschaften attraktiver erscheinen als es jede einzelne Anlageklasse für sich ist. Auch für passive Investoren lassen sich so auf den ersten Blick Investmentlösungen finden, die genau ihrem Risikoprofil entsprechen. Das Problem dabei ist aber, dass sich die Korrelationseigenschaften ständig verändern und unter Umständen sogar umdrehen. Hierdurch können im Extremfall die Diversifikationseigenschaften eines Portfolios außer Kraft gesetzt werden. Eines der größten Risiken stellen zinsinduzierte Sell-Offs dar. Im aktuellen Umfeld können vor allem Enttäuschungen der Zentralbanken auch für diversifizierte Portfolios schmerzhaft werden.

    (13. September 2019)

Marktausblick

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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