Publikationen

Marcard Marktfokus

Die Folgen des Öl-Booms für die US-Wirtschaft

Die USA sind im vergangenen Jahr zum größten globalen Ölproduzenten aufgestiegen. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Ölproduktion in den USA in etwa verdoppelt und trägt inzwischen knapp die Hälfte zum Gesamtwachstum der US-Industrieproduktion bei. Die Abhängigkeit der Industrieproduktion vom Ölpreis hat daher zugenommen. Anzeichen einer „holländischen Krankheit", die zum Niedergang des Verarbeitenden Gewerbes in Folge eines Rohstoffbooms führt, sind in den USA derzeit nicht zu erkennen. Allerdings droht auf Grund des Ölpreisverfalls Ende letzten Jahres ein Rückgang der Industrieproduktion und ein Anstieg der Zahlungsausfälle bei den Anleihen von Fracking-Unternehmen.

Marcard Marktfokus vom 18. Januar 2019

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Die Rückkehr der Volatilität bietet auch Chancen

    Hohe Unsicherheiten, eine geringe Visibilität und erhöhte Schwankungen bestimmen das aktuelle Bild an den Aktienmärkten. Prognosen über die kurz- bis mittelfristige Entwicklung unterliegen hohen Ereignisrisiken, welche sowohl in die eine als auch in die andere Richtung wirken können. Anleger können sich die hohen Schwankungen an den Aktienmärkten aber zunutze machen, indem sie Strategien anwenden, bei denen Volatilität „verkauft“ wird. Hierzu bieten sich zum Beispiel optionsbasierte Ansätze an. Diese können über Zertifikate auch dann umgesetzt werden, wenn kein direkter Zugang zu den Derivatemärkten besteht.

    (11. Januar 2019)

  • China: Der große Sprung zurück

    Der Einbruch der Umsätze von Apple in China und schlechte volkswirtschaftliche Daten haben den Ängsten vor einem scharfen Einbruch der chinesischen Wirtschaft neue Nahrung gegeben. Die Krise im Land der Mitte ist nur zu einem geringen Teil vom Handelsstreit mit den USA ausgelöst. Vielmehr ist das Entwicklungsmodell, das China in den letzten vierzig Jahren zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gemacht hat, schon seit einigen Jahren an seine Grenzen gestoßen. Die chinesische Führung unter Präsident Xi reagiert auf die Krise mit einem stärkeren Einfluss des Staates auf die privaten Unternehmen und einem machtbewussten Auftritt nach außen.

    (4. Januar 2019)

  • Wie sich der Euroraum für neue Krisen wappnet

    Die Währungsunion wird reformiert. Für viele Projekte, die eine breitere Verteilung von Risiken im Euroraum bedeuten würden, zeichnen sich zwar keine politischen Mehrheiten ab. Dennoch tragen die im Dezember beschlossenen Euro-Reformen zu mehr Krisenfestigkeit der Währungsunion bei, indem sie das Instrumentarium zur Bekämpfung von Schieflagen von Banken oder nationalen Haushalten kleinerer Mitgliedsstaaten spürbar erweitern. Strukturreformen und Haushaltsdisziplin bleiben dennoch unerlässlich, um Krisen gar nicht erst entstehen zu lassen.

     

    (21. Dezember 2018)

  • Die US-Notenbank könnte die Gangart verändern

    Am Mittwoch kommender Woche wird die US-amerikanische Notenbank vermutlich zum vierten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen um einen Viertel Prozentpunkt anheben. Viel wichtiger wird aber sein, wie ihre Projektionen für die kommenden Jahre ausfallen. Wir rechnen damit, dass die Fed von ihrem bisherigen Kurs, bei guter Konjunkturlage alle drei Monate die Zinsen anzuheben, abrücken wird. Grund sind die sich abschwächenden Daten aus einigen Bereichen der US-Volkswirtschaft. Stattdessen wird sie sich wesentlich enger an den Konjunktur- und Kapitalmarktdaten orientieren und dazu übergehen, von Fall zu Fall nach Datenlage zu entscheiden. Denn die Fed steht nun vor der Herausforderung, denjenigen Zins zu finden, der die Konjunktur zwar etwas abbremst, sie aber nicht abwürgt. Wir rechnen daher mit einer langsameren Gangart der Fed.

    (14. Dezember 2018)

  • Brexit: Showdown in Westminster

    Am 11. Dezember stimmt das britische Parlament über den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Vertragsentwurf für den Austritt Großbritanniens aus der EU ab. Die Vereinbarung entspricht insbesondere hinsichtlich der Irland-Regelung und der Einschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs den Vorstellungen der EU. Auf Grund des Widerstands in den eigenen Reihen ist die Premierministerin bei der Abstimmung auf Stimmen aus der Opposition angewiesen. Sollte es im ersten Anlauf keine Mehrheit geben, bedeutet dies allerdings nicht zwangsläufig, dass es zu einem ungeordneten Brexit kommen muss.

    (7. Dezember 2018)

Marktausblick

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

Nach oben