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Marcard Marktfokus

Hedgefonds - braucht man die?!

Bei der Frage, welche Rolle Hedgefonds in der strategischen Asset Allocation spielen sollten, scheiden sich die Geister. Während manche Investoren Hedgefonds gar nicht als eigene Assetklasse verstehen und bei der Allokation daher ignorieren, empfehlen die Fürsprecher oft einen sehr hohen Anteil am Gesamtvermögen. Traditionelle Optimierungsmodelle bestätigen eher die Sichtweise der Befürworter, ignorieren jedoch wichtige Eigenschaften von Hedgefonds. Da die Risiken asymmetrisch sind, müssen Anleger mit Verlustaversion dies berücksichtigen. Eine systematische Vorgehensweise zur Bestimmung der Allokationsquoten, die auf komplexeren Optimierungsmodellen beruht, kommt zu dem Ergebnis, dass Hedgefonds zwar Teil des optimalen Portfolios sind, ihr Anteil aber moderat bleibt.

Marcard Marktfokus vom 30. Juli 2021

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Hohe Hürden für einen globalen CO2-Zertifikatehandel

    Der globale Kampf gegen den Klimawandel nimmt an Fahrt auf. Auch der CO2-Zertifikatehandel gewinnt damit an Bedeutung. Europa ist der globale Vorreiter, was den Emissionsrechtehandel betrifft. China folgt nun mit einem an die europäische Lösung angelehnten System. Die CO2-Preise dort liegen aber deutlich unter den europäischen Werten. Um zu verhindern, dass energieintensive Produktionsprozesse in Länder mit geringen CO2-Kosten abwandern, was weder der heimischen Wirtschaft noch dem Klima hilft, plant die EU, eine CO2-Grenzsteuer einzuführen. Ein globaler CO2-Zertifikatehandel wäre die bessere Lösung, doch die Hürden dafür sind hoch.

    (23. Juli 2021)

  • Inflationssorgen: Entwarnung vom Arbeitsmarkt

    In den USA boomt die Wirtschaft, doch die Beschäftigung wächst nur langsam. Im Euroraum klagen Unternehmen über Engpässe bei der Personalsuche, während gleichzeitig Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit sind. Die Pandemie hat die Arbeitsmärkte kräftig durchgeschüttelt und es ist nicht leicht, sich ein klares Bild der aktuellen Lage zu machen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die Erholung am Arbeitsmarkt unvollständig und ein allgemeiner Lohndruck weder im Euroraum noch in den USA zu erkennen ist. Das sind gute Voraussetzungen dafür, dass sich der kräftige Anstieg der Inflationsraten, der im zweiten Quartal die Sorgen vor einer Preisspirale nährte, nicht weiter fortsetzen wird.

    (16. Juli 2021)

  • Warum die Preise für erneuerbare Energien fallen

    Fossile Brennstoffe dominieren die globale Energieversorgung, denn bisher war Strom aus Kohle, Öl und Gas deutlich kostengünstiger als Strom aus erneuerbaren Energien. Dies hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts erheblich geändert. Strom aus erneuerbaren Energien ist deutlich günstiger geworden, da die dahinterstehende Technologie von sogenannten Lernkurveneffekten profitiert. Diese Entwicklung dürfte sich weiter fortsetzen, wenn weitere Kapazitäten geschaffen werden. Günstigere grüne Energie dürfte damit nicht nur die fossilen Energieformen verdrängen und so der Umwelt zugutekommen, sondern sich auch auf das Realeinkommen positiv auswirken.

    (9. Juli 2021)

  • Bringt die Delta-Variante den Lockdown zurück?

    In Deutschland ist das Corona-Virus weiter auf dem Rückzug. Einen Schatten auf die positive Entwicklung wirft nun aber das Vereinigte Königreich. Die sehr ansteckende Delta-Variante sorgt dort trotz hoher Durchimpfung für einen rasanten Anstieg der Fallzahlen. Auch in Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Das Problem an der Delta-Variante ist, dass die Infektiosität die Schwelle für die Herdenimmunität auf einen Wert von mehr als 80 Prozent angehoben hat, der kaum zu erreichen ist. Sorgen müssen sich vor allem ungeimpfte Personen. Denn es gibt Hinweise aus Schottland, dass die Delta-Variante für schwerere Krankheitsverläufe sorgen könnte. Die Gesundheitssysteme in den westlichen Staaten dürften dank der Impfungen dennoch nicht wieder an die Belastungsgrenzen stoßen, was das Risiko einer Infektion der Aktienmärkte begrenzt.

    (2. Juli 2021)

  • Das Haushaltsdefizit in den USA könnte zu einer tickenden Zeitbombe werden

    Die US-amerikanische Regierung hat die Staatsausgaben während der Pandemie kräftig erhöht und plant weitere Ausgabenprogramme. Für größere Steuererhöhungen, die einen Teil der zusätzlichen Ausgaben gegenfinanzieren könnten, fehlen im US-Kongress jedoch faktisch die Mehrheiten. Das Haushaltsdefizit, das in der Krise stark angestiegen ist, wird daher auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich hoch bleiben. Aktuell sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für höhere Staatsschulden gut, doch ein stärkerer Anstieg der Kapitalmarktzinsen könnte einen massiven Anstieg der Verschuldungsquote zur Folge habe. Es gibt allerdings Wege, wie die tickende Zeitbombe des Haushaltsdefizits entschärft werden kann.

    (25. Juni 2021)

Marktausblick

Klimawandel und Klimapolitik: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2021

Die neue Anatomie der Aktienmärkte: Jahresrückblick 2020 und Ausblick 2021

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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