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Marcard Marktfokus

Wie das RCEP-Abkommen die Zukunft Asiens gestaltet

Nach fast einer Dekade der Verhandlungen haben 15 Länder des Asien-Pazifik-Raums das Freihandelsbündnis RCEP unterzeichnet. Damit haben sie einen weiteren Meilenstein für die Integration Asiens gelegt. Von diesem Abkommen werden vor allem China, Japan und Südkorea profitieren. Der Abbau von Zöllen und wesentliche Handelserleichterungen werden dabei nicht nur positive Effekte auf die Wirtschaft haben, sondern auch weitere Kooperationen nach sich ziehen. Für China bedeutet dies auch einen verstärkten Einfluss auf die Handelsregeln.

Marcard Marktfokus vom 20. November 2020

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Die EZB lädt nach

    Die Europäische Zentralbank arbeitet an einer Antwort auf die zweite Infektionswelle in Europa. Bereits im Dezember dürfte sie soweit sein und Ergebnisse präsentieren. Alle Instrumente liegen laut EZB-Präsidentin Lagarde auf dem Tisch. Zu rechnen ist vor allem mit einer kräftigen Ausweitung des Pandemiekrisenprogramms PEPP. Neue gezielte längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte mit günstigen Konditionen für die Geschäftsbanken sind wahrscheinlich. Auch eine weitere Zinssenkung ist möglich. Der gewaltige coronabedingte Kreditbedarf der Staaten dürfte vollständig durch die Aufstockung der Aufkaufprogramme gedeckt werden, was ein Argument für anhaltend tiefe Zinsen ist. Im Unterschied zur Eurokrise werden die Südeuropäer diesmal aber nicht nur von der EZB gerettet, sondern vor allem auch durch den finanzpolitischen Kurswechsel der EU.

    (13. November 2020)

  • Biden hat die Nase vorn

    Die Präsidentschaftswahl in den USA ist beendet. Im Kopf-an-Kopf-Rennen hat Joe Biden die Nase momentan vorn, auch wenn eine finale Bestätigung noch nicht vorliegt. Vor allem die Briefwahlstimmen haben am Ende den Ausschlag gegeben. Der Kongress bleibt aber vermutlich gespalten, was es für Biden ungleich schwerer machen würde, seine Pläne durchzusetzen. So dürften umfangreiche Steuererhöhungen und große kreditfinanzierte Ausgabenprogramm vom Tisch sein. Anhaltend niedrige Steuern wären grundsätzlich positiv für die Aktienmärkte zu werten. Geringere Erhöhungen der Staatsausgaben sprächen wiederum eher für niedrige Zinsen, was wiederum positiv für Wachstumsaktien wäre. Der Abwertungsdruck auf den US-Dollar könnte dagegen etwas abnehmen, da sich der Anstieg der Verschuldung abflachen dürfte.

    (6. November 2020)

  • Halloween geht vorbei, doch Zombieuntenehmen bleiben

    Dem alten keltischen Glauben nach stehen in der Halloween-Nacht die Tore in die Welt der Toten und Geister in beide Richtungen offen. Den Grenzbereich von Leben und Tod haben während der Corona-Pandemie auch viele Unternehmen kennenlernen müssen. Firmen, die nur noch durch staatliche Unterstützungen und Notkredite am Leben gehalten werden, bezeichnet man daher anschaulich als „Zombieunternehmen“. Für lebenserhaltende Maßnahmen gibt es kurzfristig gute Gründe. Wenn Zombieunternehmen jedoch zu lange am Leben erhalten werden, gefährdet dies die gesamtwirtschaftliche Effizienz und den Strukturwandel.

    (30. Oktober 2020)

  • Wie ein Hedgefonds-Manager die "Modern Monetary Theory" erfand 

    Es kommt nicht oft vor, dass ein ehemaliger Hedgefonds-Manager zum Ideengeber der politischen Linken wird. Doch Warren B. Mosler, der mit seinen unorthodoxen Theorien vor mehr als 25 Jahren die Grundlagen der „Modern Monetary Theory" (MMT) schuf, ist ein in vieler Hinsicht ungewöhnlicher Zeitgenosse. Die starke Ausweitung der globalen Staatsverschuldung zur Bekämpfung der Pandemiefolgen sehen manche als Beweis, dass die Ideen der MMT inzwischen salonfähig geworden sind. Tatsächlich aber lehnt die große Mehrheit der akademischen Ökonomen die MMT ab und kann dafür auch triftige Gründe ins Feld führen. Der MMT gebührt trotzdem das Verdienst, die Diskussion über die Grenzen der Staatsverschuldung neu entfacht zu haben.

     

    (23. Oktober 2020)

  • Sind Hedgefonds eine Alternative zu Aktien?

    Die risikolosen Zinsen sind inzwischen auch in den USA real negativ geworden, so dass für Anleger nun endgültig kein Weg mehr am Aktienmarkt vorbeizuführen scheint. Theoretisch sollten Hedgefonds eine echte Alternative zu Aktien sein, da sie für sich in Anspruch nehmen, positive und marktunabhängige Erträge generieren zu können. Auf Indexebene weisen die meisten Strategien in diesem Jahr allerdings einen starken Zusammenhang zum Aktienmarkt auf. In der etwas längerfristigen Perspektive sind die risikoadjustierten Erträge jedoch besser als bei Aktien. Wer in diesem Segment dauerhaft erfolgreich investieren will, muss zudem die richtigen Stile und auch die richtigen Manager selektieren können.

    (16. Oktober 2020)

Marktausblick

Nach Corona: Wie sich Wirtschaft, Politik und Marktstrukturen verändert haben Marktausblick für das zweite Halbjahr 2020

Die Zukunft der Globalisierung: Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

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