Publikationen

Marcard Marktfokus

Mobilfunkstandard 5G: Deutschland ist das Schlusslicht in Europa

Zukünftig kommunizieren weltweit Milliarden Gegenstände, Sensoren oder Maschinen miteinander. Durch diese industrielle und intelligente Vernetzung entstehen nie dagewesene Anforderungen an Konnektivität, Kapazität und Sicherheit. Mit Datenübertragungsraten, die 100 Mal schneller als der jetzige Standard sind, und Latenzzeiten von unter einer Millisekunde liefert der neue Mobilfunkstandard 5G die geeignete technische Basis für die drahtlose Kommunikation. Die USA, China oder Südkorea versuchen, Vorreiter im Ausbau des 5G-Netzes zu werden. Wann der neue Mobilfunkstandard auch in Deutschland vollends verfügbar sein wird, bleibt jedoch vorerst ungewiss.

Marcard Marktfokus vom 12. Juli 2019

Vergangene Ausgaben von Marcard Marktfokus


  • Nach dem Zinsrutsch

    Die Talfahrt der Zinsen hat sich zuletzt weiter verschärft, was die Renditen am Anleihemarkt im Euroraum auf teilweise rekordtiefe Niveaus weit in den negativen Bereich hineingeführt hat. Die Erwartung einer wieder expansiveren Geldpolitik hat dies bewirkt. Angesichts negativer Zinsen hinterfragen viele Anleger nun ihre Anleihebestände. Wir empfehlen aber weiterhin, aus Gründen der Diversifikation grundsätzlich auch bonitätsstarke Anleihen im Portfolio zu allokieren. Um höhere Renditen zu erzielen, müssen Anleger mit größerem Renditehunger jedoch auf risikoreichere Segmente des Anleihemarktes ausweichen. Durch das Eingehen von Durations-, Bonitäts- und Wechselkursrisiken können nach wie vor deutlich positive Renditen erzielt werden.

    (5. Juli 2019)

  • Warum Deutschland mehr staatliche Investitionen braucht

    Angesichts der schwachen Konjunkturaussichten in Deutschland wundert es, dass der Bund dieses Jahr auf einen staatlichen Haushaltsüberschuss von einem Prozent des BIP zusteuert. Kritikern hält der Bundesfinanzminister entgegen, dass der aktuelle Bundeshaushalt bereits den höchsten expansiven fiskalischen Impuls seit vielen Jahren liefert. Zu höheren Ausgaben kommt es im laufenden Jahr unter anderem durch die Ausweitung der „Mütterrente". Größere Wachstumsimpulse wären dagegen von einer Erhöhung der staatlichen Investitionen zu erwarten. Sie könnten um rund 35 Mrd. Euro steigen, ohne dabei auch nur eine einzige der bestehenden Fiskalgrenzen zu überschreiten. Der aktuelle Haushaltsentwurf der Bundesregierung, der diese Woche vom Kabinett gebilligt wurde, sieht dagegen einen abnehmenden Anteil der Investitionsausgaben an den Gesamtausgaben bis 2023 vor.

    (28. Juni 2019)

  • Der US-Dollar bleibt stark

    Fundamentale Maße für die Berechnung des „fairen“ EUR/USD-Wechselkurses zeigen eine Überbewertung des Greenback gegenüber dem Euro an. In den letzten Jahren haben aber die sich immer weiter ausdehnenden Zinsdifferenzen zwischen den USA und Europa den US-Dollar gestärkt. Im November letzten Jahres markierte die Entwicklung mit einem Zinsspread von 3,5 Prozent bei zweijährigen Staatsanleihen ihren Höhepunkt. Zwar sind die Zinsdifferenzen seitdem rückläufig, sodass die zinsseitige Unterstützung für den US-Dollar abnimmt. Eine deutliche Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar ist aber dennoch unwahrscheinlich. Die überraschend expansive Rhetorik der EZB in den letzten Tagen könnte eine weitere Einengung der Spreads erschweren.

    (21. Juni 2019)

  • Gold profitiert (noch) von den gefallenen Realzinsen

    Gold konnte in diesem Jahr etwas zulegen, da die Realzinsen kräftig gefallen sind. Aber der Goldpreisanstieg blieb moderat, obwohl es weltweit zahlreiche politische Sorgen gibt. Die politischen Risiken übertragen sich nicht in stärker ansteigende systemische Risiken, wie von uns ausgewertete Indikatoren zur Messung systemischen Stresses im Finanzsystem anzeigen. Der feste US-Dollar macht die „Ersatzwährung“ Gold zudem relativ gesehen weniger attraktiv. Unterstützung kommt aber von der Nachfrageseite, die sich robust entwickelt. Vor allem Zentralbanken von Schwellenländern stocken ihre Goldlager weiter auf. Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir dennoch nur mit einer Seitwärtsbewegung, wenn die zu hohen Erwartungen an die US-amerikanische Geldpolitik korrigiert werden und die Realzinsen wieder etwas ansteigen.

     

    (14. Juni 2019)

  • Die US-Notenbank wird sich dem Zinssenkungsdruck beugen

    Der US-amerikanische Rentenmarkt preist inzwischen bis zu drei Leitzinssenkungen in den USA bis Jahresende ein. Der Grund dafür sind weniger die aktuellen Konjunkturdaten, sondern vielmehr die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des Handelskriegs der USA. Die Zinssenkungserwartungen sind inzwischen so ausgeprägt, dass die US-Notenbank sie kaum mehr ignorieren kann. Eine Leitzinssenkung bis Jahresende ist daher wahrscheinlich geworden, doch sie sollte nicht als Vorbote einer unmittelbar bevorstehenden Rezession interpretiert werden.

    (7. Juni 2019)

Marktausblick

China: Der unheimliche Gigant Marktausblick für das zweite Halbjahr 2019

Anlagestrategie für den Spätzyklus: Jahresrückblick 2018 und Ausblick 2019

Droht die nächste Schuldenkrise? Marktausblick für das zweite Halbjahr 2018

Ein Aufschwung (fast) ohne Makel: Jahresrückblick 2017 und Ausblick 2018

Konjunktur und Populismus: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2017

Nationalismus in Europa und den USA – Abschied von der Globalisierung? Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien nach dem Brexit-Referendum: Marktausblick für das zweite Halbjahr 2016

Vermögensbaustein Anleihen – Risikoloser Zins oder zinsloses Risiko? Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Eine kritische Prüfung der Anlagestrategien zur Jahresmitte 2015: Halbjahresausblick 2015

Anlagestrategien im Spannungsfeld von Deflationsgefahren und Niedrigzinsen: Jahresrückblick 2014 und Ausblick 2015

 

Nach oben

OK